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Pressemitteilung

Berufseinstieg in Zeiten von Corona – Modellprojekt NaBI unterstützt bbw-Absolvent*innen

Während der Pandemie ist der Einstieg in den Arbeitsmarkt für Berufsanfänger*innen nicht einfach. Daher hat das Berufsbildungswerk Südhessen (bbw) mit Unterstützung von J.P. Morgan ein Modellprojekt ins Leben gerufen: Das „Intensivverfahren zur Nachhaltigen Beruflichen Integration“, kurz NaBI, begleitet die jungen Fachkräfte aus dem bbw besonders intensiv auf dem Weg in ein festes Arbeitsverhältnis – und steht dabei auch Betrieben beratend zur Seite.

„Schon in „normalen“ Zeiten ist es nicht ganz leicht, Arbeitgeber*innen zu finden, die Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder aus dem Autismus-Spektrum einstellen. Eine besonders enge Betreuung bei der Jobsuche ist daher momentan unumgänglich“, erklärt Rosmarie Hermann, die zuständige Bereichsleiterin für Berufsintegration im Karbener Berufsbildungswerk. Das bbw bietet jungen Menschen mit Förderbedarf die Möglichkeit, eine Ausbildung in mehr 30 Berufen zu absolvieren und den Einstieg ins Berufsleben zu finden. Aufgrund der Corona-Pandemie steht der bbw-Abschlussjahrgang vom letzten Sommer dabei vor besonderen Herausforderungen. Denn die Vermittlung zu potentiellen Arbeitgebern ist durch wirtschaftliche Unsicherheiten erschwert. Mit dem NaBI-Projekt gibt es nun kurzfristige Hilfe – sowohl bei der Vermittlung in Arbeit als auch bei der Stabilisierung bereits bestehender Arbeitsverhältnisse.

Das dreiköpfige NaBI-Projektteam begleitet die bbw-Absolvent*innen in einem intensiven Profiling- und Matching-Prozess: Sie analysieren und beraten, welche Stellen und Unternehmen besonders gut zu den Kompetenzen und Fähigkeiten der jungen Fachkräfte passen und akquirieren entsprechende Betriebe. Auch die potentiellen Arbeitgeber werden besonders intensiv beraten – beispielsweise über mögliche Fördermittel – und betreut. Und zwar nicht nur im Einstellungsprozess, sondern bis zu 12 Monate darüber hinaus. „Es gibt regelmäßigen Austausch und persönliche Abstimmungen in den Betrieben vor Ort – auch wenn es mal nicht ganz rund laufen sollte. Das wissen auch die Betriebe sehr zu schätzen“, sagt NaBI-Projektkoordinatorin Fatima Tresnjo-Halilovic. Und Toni Franusch aus dem Projektteam ergänzt: „So können mögliche Schwierigkeiten früh erkannt und gelöst werden – die besten Voraussetzungen für langfristige und stabile Arbeitsverhältnisse.“

Unterstützt wird das Projekt von J.P. Morgan. „Die Corona-Krise hat Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen in kürzester Zeit sehr hart getroffen. Umso wichtiger ist es, diesen jungen Talenten die Unterstützung und Ressourcen bereitzustellen, die sie benötigen, um den Weg ins Berufsleben erfolgreich zu meistern. Allen jungen Menschen einen guten Zugang zu Bildung und Beruf zu ermöglichen, ist nicht nur wichtig für unsere Gesellschaft, sondern stärkt auch die Wirtschaft und macht sie widerstandsfähiger“, so Burkhard Kuebel-Sorger, CFO von J.P. Morgan in Deutschland.

Das Modellprojekt, das als Regelangebot etabliert werden soll, läuft zunächst bis zum 31. Oktober 2021. „Wir sind zuversichtlich, dass sich das Projekt als erfolgreich erweist und dann als Regelangebot weitergeführt werden kann“, so Rosmarie Hermann. „Denn wir machen die Erfahrung, dass intensive und langfristige Unterstützungsangebote generell zu einer nachhaltigeren Beschäftigung führen. Davon profitieren die jungen Fachkräfte genauso wie die Unternehmen – und das nicht nur in Zeiten von Corona.“

 

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